- Erneut versammeln sich 200 Menschen auf dem Bitterfelder Markt
- „Thesentür“ sammelt Ideen und Forderungen für ein anderes Sachsen-Anhalt
- Politischer Rap von Tancred aus Dresden und Redebeiträge aus der Zivilgesellschaft
Bitterfeld-Wolfen, 02.11.2026. Unter dem Motto „Solidarität statt Spaltung“ sind am Montagabend 200 Menschen auf dem Bitterfelder Markt zusammengekommen, um ein Zeichen für Demokratie, Menschlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen. Mit der Kundgebung „Bitterfeld-Wolfen zeigt Haltung“ machte das „Netzwerk Zukunft. Miteinander gestalten!“ deutlich: Auch nach der Landtagswahl bleibt die demokratische Zivilgesellschaft in Anhalt-Bitterfeld sichtbar und engagiert.
Im Mittelpunkt stand die Solidarität mit Menschen, die von Ausgrenzung, Anfeindungen und rechtsextremen Bedrohungen betroffen sind. Das Netzwerk rief dazu auf, Betroffene zu unterstützen und sich gemeinsam für eine offene Gesellschaft einzusetzen.
„Bitterfeld-Wolfen kann stolz darauf sein, dass hier Monat für Monat Menschen auf die Straße gehen und Rechtsextremismus nicht unwidersprochen bleibt. Gerade jetzt, wo die Tage kürzer und dunkler werden, wäre es so einfach, sich ins Private zurückzuziehen und abzuschalten. Umso dankbarer sind wir allen, die trotzdem immer wieder hierherkommen, laut und sichtbar bleiben und Haltung zeigen. Denn gerade jetzt sind Protest, Solidarität und demokratischer Widerstand wichtiger denn je. Wir lassen uns nicht entmutigen und wir lassen niemanden allein“, sagt Bettina Kutz vom „Netzwerk Zukunft. Miteinander gestalten!“.
An einer „Thesentür“ konnten die Teilnehmenden eigene Ideen und Forderungen für ein anderes Sachsen-Anhalt sammeln. Die Aktion griff das Bild des Thesenanschlags auf, wenige Tage nach dem Reformationstag. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie wollen wir in Sachsen-Anhalt zusammenleben, und was muss sich dafür ändern?
Für musikalische Akzente sorgte der Dresdner Rapper Tancred mit politischem Rap. Zu den Redenden gehörte eine Vertreterin der “Omas gegen Rechts”, Jonas Venediger und Anna-Lisa Nikoleizig vom Verband junger Medienmacher sowie Lisa Günz von Connect People e. V. Abseits des Bühnenprogramms nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen.
„Solidarität darf nicht bei Worten stehen bleiben. Wenn Menschen ausgegrenzt oder angefeindet werden, müssen wir an ihrer Seite stehen. Und wenn unsere Demokratie bedroht wird, braucht es nicht nur eine starke Zivilgesellschaft, sondern auch entschlossenes Handeln der demokratischen Institutionen. Deshalb fordern wir, dass Bundestag, Bundesrat oder Bundesregierung ein Verbotsverfahren gegen die AfD beim Bundesverfassungsgericht beantragen. Ob die Voraussetzungen für ein Verbot vorliegen, muss das Gericht entscheiden“, so Kutz.
Seit Herbst 2025 organisiert das Netzwerk regelmäßig die Kundgebungen „Bitterfeld-Wolfen zeigt Haltung“. Die nächste Kundgebung ist für Montag, den 7. Dezember, geplant.
Weitere Informationen:
https://www.biwo-zeigt-haltung.de
Pressekontakt:
Bettina Kutz
0179 4685602
hallo@netzwerk-zukunft-2025.de
